21. August 2008

beleuchteter Weg

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Der Weg bis ich an der Leinwand stehe, kann manchmal Tage dauern. Die Bilder brodeln nur so in meinem Kopf und meinen Händen. Farben, Materialien, die Größe von Spachtel und Pinsel sind dann der zweite Schritt. Viele Male führt mich mein Weg vorbei an der Staffelei - manchmal lächele ich der weißen Leinwand zu, manchmal bin ich so schnell unterwegs, dass ich sie gar nicht wahrnehme. Manchmal will ich endlich anfangen und nichts geht Dann stehe ich plötzlich vor ihr - mit dem Pinsel in der Hand und lege los. Es ist wie, als wenn ein Bogen sich gespannt hat. In dem Moment fliesst es - solange wie es fliesst.
Dieses Bild ist in vielen Schritten entstanden. Ich brauchte immer wieder den Abstand, um auf eine neue Ebene zu kommen. Es war unglaublich spannend. Ich habe tagelang auf dem Boden gearbeitet. Es war ein wahres Farbenspektakel.
Der Akt des Aufhängens war wie immer sehr bewegt. Bewegt deshalb, weil es einige Tage gedauert hat bis “der Weg” an der rechten Stelle hing.

Jetzt ist er beleuchtet - der Weg.

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19. August 2008

1+1+1 > 3

Nachdem ich mir vor 6 Wochen eine Staffelei gekauft habe, habe ich viele Stunden mit Spachtel, Pinsel, Farbe und sonstigen Materialien verbracht. Ständig hatte ich neue Impulse, die sich ausdrücken wollten.

1+1+1>3 hat mir besonders viel Freude gemacht. Ich habe das erste Mal mit Kupfer, flüssigem Eisen und Papier auf Leinwand gearbeitet. Ich bin einfach meinen Impulsen gefolgt und habe ausprobiert.

Ich lerne am Besten im Tun und sie?

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Ich glaube an Träume

Träume geben Halt. Träume geben Richtung. Träume stärken uns.

Natürlich nicht die, die uns die Werbung täglich versprichst. Das Verzerren einer Praline ersetzt keinen Strandbesuch, genauso wenig wie die Wunder, die diverse Haarwaschmittel uns vorgaukeln. Die Enttäuschungen kauft man mit, wenn wir glauben, dass diese Versprechen sich erfüllen.

Ich meine die Art von Träumen, die unvorstellbar sind, die wenn sie sich erfüllen, uns vor Glück fast platzen lassen. Ich meine die Träume, die uns durchs Leben begleiten bzw. durch Leben ziehen, weil die  Sehnsucht nach Erfüllung größer ist, als jeder Wiederstand.
Haben sie solche Träume?

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23. Juli 2008

Bilder verbinden

Julia Ingmanns und Inga Oltersdorf, zwei junge Frauen die mich oft zum Staunen bringen. Julia habe ich vor ca. 10 Jahren kennengelernt. Damals habe ich ein einwöchiges Pubertätsritual in Form einer Abenteuerreise veranstaltet. Julia ist mitgereist. Seit dieser Zeit hat Julia stets Kontakt zu mir gehalten. Ich habe ihre Höheflüge, genauso wie ihre schwierigen Tage miterlebt. Was man eben so erlebt auf dem Weg in die Erwachsenwelt. Heute ist sie eine junge Frau, die gerade ihre erste große Zwischenprüfung an der Uni in Holland erfogreich bestanden hat. Sie studiert Sozialpädagogik. Inga kenne ich seit gut 1 Jahr. Sie hat an einem SONNOS-Intensivtraining teilgenommen, welches über 9 Monate ging. Sie hat letztes Jahr ihr Studium beendet und ist heute DiplomPädagogin.

Zu beiden Frauen habe ich eine ganz besonders tiefe Verbindung. Ihr Vertrauen, ihe Offenheit und ihre Dankbarkeit haben mich oft sprachlos gemacht. Mit ihnen lerne ich viel über die junge Generation.

Vor ein paar Tagen hat mich Julia besucht. Das macht sie regelmäßig. In den Händen hielt sie 2 Bilder - Geschenke für mich. Ich hatte die Bilder bereits bei Inga im Blog gesehen. Julias hat auf eine Leinwand gemalt, Inga hat Papier gewählt. Es hat nicht lange gedauert, da hatten beide Bilder ihren Platz in meinen 4Wänden gefunden. Wenn ich in mein Arbeitszimmer gehe, lächelt mich Julias Bild an, wenn ich es wieder verlasse,schaue ich auf Ingas Bild.

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Danke, dass ihr mich erinnert.

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3. Juni 2008

Der 1.Webblog einer Grundschulklasse

Durch den Artikel von Inga Oltersdorf bin ich auf Martin Riemer aufmerksam geworden.

Martin Riemer ist ein Mensch, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewußt ist. Nach 4 Jahren Selbsterfahrung mit dem Bloggen, eröffnete er vor 1 Jahr, mit einer Grundschulklasse einen eigenen Weblog. Es ist deutschlandweit der erste Weblog einer Grundschulklasse. Seine Erfahrungen mit dem Projekt Webblog sind:
Kinder bringen ihre eigenen Inhalte mit ein. Im Deutschunterricht wurde z.B. ein Theaterstück besprochen. In der Webblogzeit ( sie ist leider kein Bestandteil des Unterrichts, sondern findet in der Freizeit der Schüler statt) hatten die Kinder die Aufgabe, ihre Meinung über das Theaterstück zu schreiben.
Sie lernen durch das Bloggen unterschiedliche Kompetenzen. Nachweislich hat sich das Lesen und Schreiben verbessert. Der Umgang mit einem Computer wurde spielerisch gelernt.

Martin Riemer ist ein leidenschaftlicher Mensch, der zeigen möchte, dass die Schule kein exotischer Ort ist. Er bringt die Welt in die Schule . Es ist ihm ein großes Anliegen die Kinder auf die Wissensgesellschaft vorzubereiten. Er möchte ihnen beibringen, wie man Wissen selbst navigiert und wie sie eigenständig lernen können.

Menschen wie ihn braucht unser Bildungssystem. Mehr davon !

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21. Mai 2008

Lehrerin hilft ehrenamtlich Strafgefangenen

Gestern in der Lokalzeit (WDR) haben ich einen Bericht über eine Lehrerin aus Köln gesehen, der mich tief beeindruckt hat. Stefanie Sonntag erzählte, dass vor ein paar Jahren, ein Schüler aus ihrer Klasse wegen eines kriminellen Deliktes verurteilt worden ist und ins Gefängnis mußte. Sie sprach über ihre Scham und das sie damals nicht in der Lage war, den Schüler im Gefängnis zu besuchen. Heute, Jahre später arbeitet sie ehrenamtlich in der JVA in Köln-Ossendorf. Sie gibt ehemaligen Schülerin, die heute einsitzen, Nachhilfeunterricht. Berührungsängste kenne sie nicht, sie sieht den Menschen und die Möglichkeit zu helfen. Durch die Dankbarkeit der jungen Frau verläßt Stefanie Sonntag das Gefängnis immer sehr zufrieden.
Die Geschichte von Frau Sonntag zeigt, es ist nie zu spät. Es gibt immer Möglichkeiten andere Menschen zu unterstützen.

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16. Mai 2008

Hilfe zur Selbsthilfe

Ulrike Wolters, Lehrerin an einer Grundschule in Berlin kam kaum noch zum Unterrichten.  Das Schlichten zwischen den Schülern war ihre Hauptaufgabe geworden. Sie hörte von dem Buddy-Projekt, ein bundesweites Aktionsprogramm für Gewalt und Sucht an Schulen. Ein Baustein des Buddy-Projektes sind regelmäßig, tagende Klassenräte. Ulrike Wolter entschied sich es auf einen Versuch ankommen zu lassen und half ihren Schülern einen Klassenrat zu gründen. Das erste Jahr war sie regelmäßig anwesend. Die Schüler lernten Probleme rechtzeitig zu besprechen und selbstständig Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Manches Mal wurden auch Strafen ausgesprochen. Dabei handelte es sich um, so herkömmliche Massnahmen, wie Schulordnung abschreiben oder Ausschluß von der nächsten Exkursion. Wenn es sinnvoller erschien einem Schüler Hilfe an seine Seite zu stellen, anstatt Sanktionen zu verhängen, beschlossen sie auch unterstützende Maßnahmen.
Die Viertklässler, der Regenweiher Schule sind stolz auf ihre Leistung und Frau Wolters hat wieder mehr Zeit zum Unterrichten. Die Kinder sind ihr durch die gemeinsame Aktion sehr ans Herzen gewachsen.

Ich war sehr beeindruckt, als ich diesen Artikel gelesen habe. Ich war entsetzt zu lesen, dass für die Art von Projekten keine Unterrichtsstunden vorgesehen sind. Das bedeutet, es kommt auf die Lehrer an, ob sie ihre Stunden zur Verfügung stellen.

Theoretisch kann man eben nicht erfassen was praktisch möglich ist. Wir Deutschen haben auch Jahrzehnte gebraucht zu begreifen, das Hilfe zur Selbsthilfe in 3.Weltländern die effektivste und würdevollste Weise zu helfen ist.

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10. Mai 2008

Mit nur 3 Klicks

Ein Eintrag von Inga Olterdorf hat mich motiviert, darüber nachzudenken, warum ich leicht und mühelos Berichte, Bilder, Links über junge Menschen im Netz finde. Oft sind es tatsächlich nicht mehr als 3 Klicks und ich werde fündig. Das erstaunt mich selbst immer wieder. Ich habe im Laufe der letzten 5 Jahre mir viel Wissen über das effektive Suchen im Netz angeeignet, dennoch glaube ich, dass es vor allen Dingen um die persönliche Haltung geht.
Meine bedingunslose Neugier und mein Interesse lassen mich schnell die richtigen Berichte, Bilder, Filme etc. anziehen. Die Kinder, die Jugend, die jungen Erwachsenen, sprich die Generationen, die meiner Generation folgen sind pure Inspiration für mich.

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4. April 2008

Es ist nie zu spät

Dieses Video hat mich sehr berührt. Kinder zeigen auf, wie sie die neueTechnologie nutzen, was sie wissen, wie sie lernen, was für sie selbstverständlich ist, was sie sich von den Erwachsenen wünschen ……und sie lassen Zahlen sprechen. Für viele Erwachsene sind schon die Begriffe, die die Kinder verwenden, böhmische Dörfer.
Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich diese neue technische Welt je begreifen werde. Ich habe mich auf den Weg gemacht, habe viele Fragen gestellt, habe ausprobiert und lerne täglich dazu. Mein Vater, er wird in diesem Jahr 72 Jahre, hat sich von mir anstecken lassen und lernt mit mir. Er hat heute, wie ich verstanden, dass man diese neue Welt nur mit Neugier, Offenheit und ausprobieren begreifen kann und das gemeinsames Lernen Spass macht und verbindet.
Man muss nicht alles können, aber es ist gut zu wissen, was es alles gibt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Wissen um eine Möglichkeit, der erste Schritt war. Desto kleiner meine Angst wurde, desto mehr habe ich von dem ausprobiert, was es so an Möglichkeiten gab.

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3. April 2008

Das Potential im Handicap

Was haben Gutenberg, Einstein und Hemingway gemeinsam? Sie erkennen nur den Sinn, der in einem Wort steckt, nicht ob es richtig oder falsch geschrieben ist. Man nennt es auch Legasthenie. Zum Glück haben die Drei und viele andere, die dieses Handicap haben, sich nicht abhalten lassen davon, Großes und Sinnvolles zu schöpfen. Vielleicht ist es gerade das Handicap, dass sie hat kreativer sein lassen, als andere.

Das bewahrheitet mal wieder, dass in jedem Handicap ein Schatz verborgen ist, man muss ihn nur finden.

Ich habe viele, viele Jahre nach meinem Schatz gesucht. Mein Handicap heißt Schwerhörigkeit. Heute kann ich sagen, ich habe auf kreative Weise gelernt, das Wesentliche zu hören, egal ob es ausgesprochen wird oder nicht. Das ist nicht vorstellbar, nur erlebbar. Deshalb hat es auch so viele Jahre gebraucht es rauszufinden. Nochmal soviele Jahre hat es gebraucht, dazu zu stehen und es öffentlich zu machen.

Wie heißt ihr Schatz?

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