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beleuchteter Weg

aus + Kommentieren + 21.08.2008

 

 

 

 

Der Weg bis ich an der Leinwand stehe, kann manchmal Tage dauern. Die Bilder brodeln nur so in meinem Kopf und meinen Händen. Farben, Materialien, die Größe von Spachtel und Pinsel sind dann der zweite Schritt. Viele Male führt mich mein Weg vorbei an der Staffelei – manchmal lächele ich der weißen Leinwand zu, manchmal bin ich so schnell unterwegs, dass ich sie gar nicht wahrnehme. Manchmal will ich endlich anfangen und nichts geht. Dann stehe ich plötzlich vor ihr – mit dem Pinsel in der Hand und lege los. Es ist wie, als wenn ein Bogen sich gespannt hat. In dem Moment fliesst es – solange wie es fliesst.
Dieses Bild ist in vielen Schritten entstanden. Ich brauchte immer wieder den Abstand, um auf eine neue Ebene zu kommen. Es war unglaublich spannend. Ich habe tagelang auf dem Boden gearbeitet. Es war ein wahres Farbenspektakel.
Der Akt des Aufhängens war wie immer sehr bewegt. Bewegt deshalb, weil es einige Tage gedauert hat bis “der Weg” an der rechten Stelle hing.

 

 

 

 

 

 

Jetzt ist er beleuchtet – der Weg.

 

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