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Zeichen gegen das Vergessen

aus + Kommentieren + 29.05.2015

Den Künstler Manfred Bockelman hat die Vorstellung berührt, dass um so viele Kinder, die in der Zeit des Nationalsozialismus auf grausame Weise umgebracht wurden, niemand geweint hat. Er hat sein großes Mitgefühl und sein ganzes Können in den Dienst gestellt und einigen erkennungsdienstlichen Fotos und auch Fotos aus der heilen Welt seine Liebe eingehaucht.


Manfred Bockelmann im Atelier, 2010 © Manfred Bockelmann

Anfang des Jahres dürfte ich, die Wanderausstellung  Zeichnen gegen das Vergessen’ im deutschen Bundestag erleben. Es waren Momente, die auf unvergessliche Weise in meinem Herzen Platz genommen haben. Meinen Gefühlen Sprache zu verleihen, die der Erfahrung auch nur einigermaßen gerecht werden, ist nur schwer möglich. Meine Dankbarkeit hatte Flügel und ich war von dem Wunsch beseelt, dass möglichst viele Menschen diese Bilder fühlen dürfen und den Kindern damit stellvertretend ein Stück ihrer Würde zurückgeben.

Die feinfühlige Film Zeichen gegen das Vergessen , die Anfang Mai in München Premiere gefeiert hat, ist ein Schritt in diese Richtung. Die Bilder, die Erzählungen und die Musik nehmen uns Zuschauer mit in die Innenwelt des Künstlers. Lässt uns die Entstehungsgeschichte des Projekts ein Stück miterleben. Wir bekommen Einblick in den Schaffensprozess und erleben wichtige Begegnungen, die Manfred Bockelmann auf diesem Weg hatte.

Ich hoffe für uns alle, dass der Film an vielen Ort gezeigt wird.

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