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Generationswechsel in der Natur

aus + 3 Kommentare + 01.07.2010

5 Jahre konnte ich von meinem Schreibtisch auf die 1oo Jahre alte Esche schauen. Ich habe den Blick geliebt.

Vor etwa 4 Monaten sah ich plötzlich, wie ein großer Menschenauflauf sich um die Esche versammelt hat. Mir schwante Böses. Dieser wundervolle Baum war seit geraumer Zeit von einem Pilz befallen. Jedes Jahr wurden die abgestorbenen dicken Äste entfernt. Da der Baum zur Hälfte auf städtischen Grund und Boden stand und zur anderen Hälfte auf dem Besitz meines Vermieters, hat man mal wieder gemeinsam nach einer Lösung gesucht.

Festgestellt wurde, der Baum war nur noch zu 1/3 verwurzelt. Es war zu gefährlich ihn stehen zu lassen. Eine kleine Strasse führte unmittelbar an ihm vorbei. Einen Abend bevor das Fällen begann, habe ich mich mit einem Glas Wein auf die Bank vorm Haus gesetzt und  mich verabschiedet. Er hat mich oft getröstet, mir einfach Gesellschaft geleistet und oft wunderschöne Augenblicke geschenkt.  Das alles sollte jetzt vorbei sein. Unvorstellbar.

2Monate sind seit der Fällung vergangen.Der kleine Baum, der einst im Hintergrund stand, kommt nun auf neue Weise zur Entfaltung und schenkt mir einen neuen Blick.

Wer hätte das gedacht. Die Natur ist ein wunderbares Lernfeld.

3 Kommentare

  1. Was für eine faszinierende Bilderfolge… Das Gewohnte steht uns wohl irgendwann immer im Weg und verhindert, dass wir die Wunder des Hintergrunds sehen und erkennen. Im Abschied öffenen sich neue Perspektiven.


  2. @Birgit-Rita und @ Christiane
    fühle mich persönlich angesprochen und es hilft, die Dinge aus einer neuen Pervektive zu betrachten.

    Das Zusammnespiel begeistert mich: dass du an der Stelle stehtst, wiederkehrst und die Fotos machst, die Geschichte schreibst und
    dann
    @Christiane diesen sehr passenden Kommentar dazu schreiben kann.


  3. “Perspektive”!!


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