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Lehrerin hilft ehrenamtlich Strafgefangenen

aus + 2 Kommentare + 21.05.2008

Gestern in der Lokalzeit (WDR) haben ich einen Bericht über eine Lehrerin aus Köln gesehen, der mich tief beeindruckt hat. Stefanie Sonntag erzählte, dass vor ein paar Jahren, ein Schüler aus ihrer Klasse wegen eines kriminellen Deliktes verurteilt worden ist und ins Gefängnis mußte. Sie sprach über ihre Scham und das sie damals nicht in der Lage war, den Schüler im Gefängnis zu besuchen. Heute, Jahre später arbeitet sie ehrenamtlich in der JVA in Köln-Ossendorf. Sie gibt ehemaligen Schülerin, die heute einsitzen, Nachhilfeunterricht. Berührungsängste kenne sie nicht, sie sieht den Menschen und die Möglichkeit zu helfen. Durch die Dankbarkeit der jungen Frau verläßt Stefanie Sonntag das Gefängnis immer sehr zufrieden.
Die Geschichte von Frau Sonntag zeigt, es ist nie zu spät. Es gibt immer Möglichkeiten andere Menschen zu unterstützen.

2 Kommentare

  1. Als mein Sohn vor 24 Jahren geboren wurde, wollte die Familie seines Vaters nichts davon wissen. Sie grenzen mich und mein Sohn aus. Bis auf den Bruder seines Vaters. Er wollte, das mein Sohn anerkannt wird. Er erkannte ihn an – bis heute. Als dieser Bruder im Alkohol – Rausch jemand umgebracht hatte, wendete jeder sich von ihm ab. Seine gesamte Familie, bis auf seine Mutter, wollte keinen Kontakt mehr zu ihm.
    Jetzt kam meine Chance – ich nahm Kontakt zu ihm auf. Ich sagte zu ihm:” damals hast du mich nicht fallen gelassen, heute lasse ich dich nicht fallen – du bist die Familie meines Sohnes.
    Ich habe jetzt regelmäßig Kontakt mit ihm. Wir schreiben uns und Telefonieren sehr oft. Jetzt darf ich auch Päckchen schicken.
    Er muss noch 6 Jahre im Gefängnis bleiben, bin gespannt was in den 6 Jahren noch alles passieren wird.


  2. Ich bin erstaunt und echt beeindruckt. Mit jedem neuen Beitrag wird mir deutlicher, wie dich deine Gabe führt, Themen zu wählen: andere bedingungslos und konsequent zu fördern. Die Inhalte sprechen von deiner Selbstliebe, denn wie sonst könntest du soviel Mitgefühl für die Not anderer Menschen haben. Das bewundere ich sehr.

    @ Martina
    Deine Herzenskraft ist megagroß.


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