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Weißt Du noch?

aus + 4 Kommentare + 06.05.2009

Weißt du noch, als wir uns das erste Mal begegnet sind ? Es war auf einem Autobahnparkplatz zwischen Frankfurt und Nürnberg. Damals – vor mehr als 15 Jahren – konnten wir nichts, aber wirklich gar nichts miteinander anfangen.

Weißt du noch, als ich Dich zu Beginn meiner Ausbildung das erste Mal eine Woche begleiten dürfte? Deine Art mit Menschen zu arbeiten hat mich angezogen. Ich wollte von Dir lernen. Persönlich gab es weiterhin keine Berührungspunkte.

Weißt Du noch, wie Du mich mit lösungsorienten Fragen nach Shazer  aus der Kurzzeittherapie konfrontiert hast. Die Welt der Fragen war von da an unser Treffpunkt.

Weißt du noch, als ich meine erste Visualisierung im Zuge meiner Ausbildung machen mußte. Das Herz schlug mir bis zum Hals und meine Hände waren schweißnass. Damals kanntest Du das Gefühl von Angst noch nicht – für mich war das kaum vorstellbar.

Weißt Du noch, als ich nach Beendigung meiner Ausbildung Dir das erste Mal erzählt habe, wie ich mit den Menschen arbeite. Deine Neugier und dein Interesse an Andersartigkeit war pure Stärkung für mich.

Weißt Du noch, als wir uns das erste Mal ausserhalb unser Arbeit bei mir zuhause getroffen haben. Die gemeinsame Forschungszeit sollte von da an ein großer Bestandteil unseres Lebens werden.

Weißt Du noch, als wir gemeinsam begannen an unserem ersten Ausbildungskonzept und diversen Aussenauftritten zu basteln. Damals wußten wir zum Glück nicht, auf wieviele Widerstände wir stoßen werden.

Weißt Du noch, als die Zeit der Selbstständigkeit anbrach und wir unser gemeinsamen Arbeit ein weltliches Gerüst verliehen. Es war wunderbar unsere Namen auf Briefpapier und Co zu lesen.

Weißt Du noch, als Du das erste Mal sagtest, Störungen haben auf unserem gemeinsamen Weg immer Vorrang. Wir haben daraus die wertvollsten Früchte geerntet.

Weißt Du noch, als wir das erste Mal gemeinsam auf Reisen gegangen sind. Der erste Pfeiler unseren privaten Brücke war gebaut.

Weißt Du noch, als meine Mutter gestorben ist und Du nicht von meiner Seite gewichen bist. Da begann unser freundschaftlicher Weg.

Worte reichen nicht aus –  unseren gemeinsamen Weg in den letzten 15 Jahren zu beschreiben. Es ist nur ein Versuch……..

Ich bin bis in jede Zelle dankbar, dass wir uns getroffen haben und immer wieder erstaunt, dass wir uns getroffen haben.

4 Kommentare

  1. Wenn Worte nicht ausreichen, können vielleicht Bilder helfen – wenn ich mir Euer Foto auf der Sonnos Seite anschaue, dann geht es mit Deinen Worten Hand in Hand, mehr noch – es bereichert!
    Treffen musstet Ihr Euch – toll, dass Ihr drangeblieben seid…


  2. @Stella
    ich werde immer wieder auf dieses Foto – http://2big.at/811
    Ich finde es mittlerwele auch sehr besonders.


  3. Es klingt wie eine Liebesgeschichte. Doch es ist noch vielmehr.
    Das ist möglich, wenn das was anzieht, größer ist als das was trennt. Wenn es etwas größeres gibt, für das man geht. Wenn man weitergeht, auch wenn es schwierig ist. Wenn man teilt statt zu schweigen. Wenn man daran glaubt, dass durch Reibung Wärme und Nähe entsteht. Wenn man sich ganz gibt und ganz zumutet. Dann kann ein bedingungsloses JA wachsen.


  4. @Silke
    Ich lese deine Zeilen und weine. Besser hättest du die Essenz unserer Beziehungsgeschichte nicht auf den Punkt bringen können.


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