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Fragen bestimmen die Richtung

aus + 7 Kommentare + 08.04.2010

Das Video dauert 5 Min – Zahlen über Zahlen. Sie sprechen eine deutliche Sprache. Nach den 5.Min könnte man auf die Idee kommen, dass uns nur die Wahl zwischen totaler Verweigerung und grenzenloser Überflutung bleibt.

Stimmt das wirklich oder habe wir nicht noch ganz andere Möglicheit zu wählen?

Meiner Meinung nach braucht es Fragen, die uns die Chance einräumen, im eigenen Sinne zu wählen. Allerdings nützen die besten Fragen nichts, wenn wir die Antworten nicht hören wollen oder können.

Zum Beispiel:
Was hat gerade Priorität in meinem Leben?
Was interessiert mich wirklich?
Was kostet unnötig Zeit?
Was ist mein langfristiges mein Ziel?
Was gibt es für Möglichkeiten und welche dienen meinem Ziel?

Welche Fragen fallen Ihnen noch ein?

7 Kommentare

  1. Auf keinen Fall gibt es nur die Wahl zwischen Verweigerung und Grenzenlosigkeit. Doch um differenziert für sich eine Richtug zu finden, da gebe ich dir vollkommen recht, ist es absolut wichtig Fragen zu formulieren. Doch auch da gebe ich dir Recht: wenn ich die Antworten nicht hören oder wahrhaben möchte, dann werde ich auch keine klaren und konkreten Fragen finden.

    Für mich kommt oft zu einem rechten Zeitpunkt ein Zeitfenster in meinem Leben, wo ich garnicht anders kann, als mir selbst Fragen zu stellen. Denn wenn ich es nicht tue, habe ich das Gefühl nicht in einer Balance zu leben, sondern eher hin- und her zu springen zwischen “Allem” und “Nichts”. Wenn dabei kein Ausgleich durch eine konkrete Richtung entsteht, habe ich das Gefühl, im Strom mitzuschwimmen, statt selbst meine Arme im Wasser zu bewegen, um vorwärts zu kommen.


  2. Viele Menschen kämpfen mit Informationsüberflutung.Ich bekomme manchal regelrechte Horrorgeschichten zu hören. Oftmals wird einfach nicht gewählt oder in Unternehmen gearbeitet, wo wirklich alles cc geschickt wird. Ich kenne aber auch viele Menschen, die sich komplett verweigern. Die sind meistens aus meiner Generation und älter.
    Effektiv und eigenständig durchs Wasser zu gleiten, bedarf einer guten Konsequenzkraft. Viele Menschen lassen sich einfach mitreißen oder halten sich am Ufer fest.


  3. Das Stichwort Informationsüberflutung ist dabei auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, der auch mich oft beängstigt. Was das für eine Überforderung auslösen kann, kenne ich selbst auch sehr gut!

    In meiner Familie und andere Bekannte, verschließen sich gegenüber all dieser Offenheit des Internets auch völlig. Ich empfinde das aber garnicht als so schlimm. Es kommt naklar darauf an, ob es wichtig ist für meinen Beruf, das ist etwas anderes! Doch kann ich nicht auch den leichten Weg gehen und das Glück haben, das mir jemand hilft der es besser kann? Meine Mutter z.B.: jetzt plötzlich kann sie gemeinsam mit einer Freundin e-mails lesen und schreiben, was vorher für sie viel zu viel war und ein Ding des Unmöglichen. Da hat sie sich schon gegen gewehrt, einfach ihre Augen woanders hin gerichtet, aufs Telefonieren zum Beispiel. Doch dann kam da jemand anderes des Weges und plopp: es gibt doch einen Weg… Aber sicherlich auch nur dann, wenn jemand plötzlich doch ganz vorsichtig aus seiner verschlossenen Tür herausblinzelt.


  4. @ Gemeinsam geht es leichter. Hätte ich nicht dafür gesorgt, dass es in meinem nahen Umfeld Menschen gibt, die mir helfen, die mich unterstützen, die meine Fragen beantworten, die einfach durch ihr Tun mich motivieren, ich wäre heute bestenfalls auch eine von den 30% http://2big.at/667
    Das Internet ist ein Weg zu kommunizieren.Die Möglichkeit bestimmt ein Stück unsere Gesellschaft. Mich schreckt das Desinteresse aus Angst sich zu blamieren, Fehler zu machen etc. Gerade gestern abend habe ich mich mit einer Frau unterhalten – 50 Jahre – selbstständig und sehr praktisch im Leben veranlagt. Sie könnte es leicht lernen – mit ein bißchen Unterstützung. Sie sagt ihrem Freund, bitte gib mal die Internetadresse ein und er macht es auch noch. Ich habe es geschafft sie zu motivieren, es einmal selbst zu versuchen. Das ist doch wohl das Mindeste. Sie dachte, sie braucht das Internet nicht. Nach einer Stunde Gespräch hat sie gemerkt, wie sie sich ihre Argumentation zusammen baut, damit sie weiter ihrer Bequemlichkeit folgen kann.
    Ihre 22jährige Tochter ist auch bereit ihr zu helfen. Mal schauen was passiert.


  5. In jedem Fall beeinflusst das Internet unsere Gesellschaft, neue Wege der Kommunikation. Doch ist es nicht immer so, dass ein Teil sich NICHT von all der Veränderung erreichen lässt? So wie es auch mit dem Handy ist: ich kenne einige Leute, die haben kein Handy. Sie entscheiden sich dagegen, was für einige schwer zu akzeptieren ist, wenn sie “unerreichbar” sind. Da gibt es Unterschiede zwischen denen, die sich weigern und aus “Prinzip” an Altem festhalten und es gibt die, die haben schon Interesse, aber entscheiden sich eben für eine andere Art von Leben!

    Bestimmt ist es auch Bequemlichkeit, doch in all dieser Veränderung, gibt es da nicht immer Unterschiede? Ist das nicht ein Teil von verändernder Kultur? Auf der einen Seite gibt es Traditionen: z.B. den klassischen Brief oder Telefonieren. Die andere Seite ist ein Handy, das Interent, e-mail etc. Beides hat seine Qualität, und diese Qualität ist meiner Meinung nach das entscheidende, was sich verändert. Jüngere Leute haben ein anderes Verständnis von Qualität, als Ältere. Das unterschiedliche Verständnis zum Internet( und nicht nur dazu) zwischen den Generationen.

    Ein sehr guter Artikel wie ich finde, mir fällt dazu eine Menge ein!!!


  6. Ich gebe Dir recht. Für mich hat jede Kommunikationsform ihre Qualität und das ist nicht bei jedem so. Jeder sollte so wählen, wie es gut für ihn ist.
    Ich liebe es Briefe zu schreiben. Das symbolisiert für mich, handmade und das ich mir Zeit genommen habe. Die e-mail ist praktisch und hat ihre Funktion, genauso wie das Telefon bzw. das handy. Ich wähle sehr genau aus, welchen Weg ich nutze. Ich schätze die Qualität jeder Form und nutze sie.
    Ich fühle mich mittendrin, kenne mich mit allen Formen aus und kann sie bestmöglich einsetzen.Ich kann aber nur das schätzen, was mir dient und was ich auch wirklich brauche.

    Ja neue Kommunikationformen verändern auch immer die Gesellschaft.
    Wie das Internet bzw. die Inforamtionsflut unser Denken verändert war vor ein paar Tagen Thema einer interessanten Gesprächrunde im ZDF Nachtstudio. Besonders spannend fand ich die Gesprächsbeiträge von Prof. Kruse.
    Vielleicht hast du Lust…
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,8054783,00.html


  7. und noch etwas….:

    Ein sehr guter Satz, dass du dich mittendrin fühlst, alle Formen bestmöglich einsetzen kannst, aber auch nur das schätzen kannst, was dir dient und was du wirklich brauchst! Und danke für den Link, eine sehr spannende Runde wie ich finde!!
    Denn erstmal den Weg in dieses Mittendrin zu gehen, zu finden und auch zu wagen. Dazu gehört für mich die Fähigkeit seine eigene Sicht wechseln zu können. Dazu gehört für mich die Offenheit für das, was anders ist als so wie ich es kenne. Dazu gehört für mich Bewegung, sich in seiner eigenen Position umzuschauen, umzudrehen und offene Ohren und Augen zu haben. Es ist finde ich auch eine Eigenverantwotung, dem Wandel der Zeit entgegen zu gehen, statt sich wegzudrehen. Alles neue ist kein MUSS. Und dafür kommen wieder die Fragen ins Spiel, die ich mir stelle, um zu wählen, um eine Richtugn zu finden und um mit hinein zu gehen…


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